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eFahrung Konsortialmeeting am 15. Mai 2014

„Wir sind auf dem richtigen Weg“

Bild Konsortialmeeting

Am 15. Mai 2014 fand das zweite Konsortialtreffen zum Projekt eFahrung im Fraunhofergebäude der TU Berlin statt. Im Rahmen der zweistündigen Veranstaltung wurde der aktuelle Zwischenstand der Entwicklungen präsentiert. Neben den Projekt- und assoziierten Partnern, der B2M Software AG, dem DFKI Berlin und Bremen, der TU Berlin, dem Konsortialführer Urban Software Institute – the urban institute®, der Securitas und dem VdTÜV nahmen auch Vertreter des Projektträgers VDI/VDE IT, der eMO sowie der Begleit- und Wirkungsforschung Schaufenster Elektromobilität an der Veranstaltung teil.

Bisherige Projektergebnisse:

  • Für den Einbau der On-Board-Units wurde für eFahrung eine Spezial-Lösung gefunden. „Wir werden voraussichtlich ab Ende Juni 2014 alle im Projekt laufenden Fahrzeuge mit unserer iOBU ausrüsten können“, berichtete Michael Rohn, Projektverantwortlicher im DFKI Bremen. Mittels dieser On-Board-Units sollen Fahrzeugdaten in Echtzeit überwacht werden, um sie zur Routenoptimierung bzw. zur bedarfsorientierten Neuplanung zu nutzen.
  • Andrey Bukhman vom DFKI Berlin präsentierte eine Vorabversion der noch in der Entwicklung befindlichen Simulationsumgebung, mit deren Hilfe sich Fahrten mit E- Fahrzeugen inklusive Ladestopps simulieren lassen.
  • Bei der Entwicklung der eFahrung-App zeigte sich Adam Lundqvist, Director Software Development bei der B2M Software AG, zuversichtlich, bald einen Prototyp vorstellen zu können. Diese Anwendungen sollen letztendlich Fahrer, Flottenmanager und Dienstleister beim sinnvollen Einsatz der E-Mobilität unterstützen.
  • Aufseiten der [ui!] wurde von der Backend-Entwicklung berichtet: Das Backend stellt die nötige Intelligenz für alle Anwendungen zur Verfügung und soll so einen optimalen Auslastungsgrad der Fahrzeuge ermöglichen. „Wir haben nun mit der Entwicklung basierend auf Annahmen begonnen“, informierte Christian Gürtler, Projektleiter eFahrung. Ein Prototyp werde planmäßig zum zweiten Meilenstein gegen Ende Juni 2014 erwartet. Sobald eine größere Anzahl an Testflotten zur Verfügung stehe, könne mit der Validierung des Prototyps begonnen werden.
  • Die TU Berlin präsentierte erste Ergebnisse der Flottenbefragungen im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung. Die Innovationsgeschwindigkeit sei in deutschen Firmenflotten derzeit noch sehr gering, obwohl wirtschaftliche Optimierungen als notwendig angesehen würden. In diesem Zusammenhang sähen Mobilitätsexperten das Sharing von Fahrzeugen als einen Trend, wobei die konkrete Umsetzung noch nicht gelöst sei. „Es gibt immer noch reichlich Arbeit auf diesem Gebiet“, so Prof. Martina Löw, Leiterin der wissenschaftlichen Begleitforschung von eFahrung.

Des Weiteren stellte die Securitas ihren ersten Erfahrungsbericht vor. Securitas waren als erstem Testflottenteilnehmer von eFahrung am 17. März drei Fahrzeuge vom Typ Renault ZOE in Berlin übergeben worden. Die Fahrzeuge würden, erklärte Lars Lier, Supervisior Securitas Berlin, von den Mitarbeitern überaus gerne gefahren und auch die Technik werde nach kurzer Einführung gut verstanden und umgesetzt. Speziell der Menüpunkt Energie/Reichweite im Bordcomputer sei ein vielbeachteter Punkt und fördere eine sparsamere Fahrweise. Aufgrund der bisher guten Erfahrungen und den durchweg positiven Rückmeldungen der Fahrer, wird die Securitas voraussichtlich bald weitere Fahrzeuge im Rahmen von eFahrung in ihre Flotte integrieren.

Ein weiteres Berliner Projekt, mit dem eFahrung zukünftig kooperieren wird, ist das Schaufensterprojekt „Elektromobilität für soziale Einrichtungen“ des VdTÜV. Hier fahren seit Anfang dieses Jahres neun Elektrofahrzeuge. Laut des Projektleiters Frank Schneider wurden die Autos nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten gut in den regulären Fahrbetrieb integriert und werden auch gut angenommen. Die geringere Endgeschwindigkeit einiger Fahrzeuge stelle im Stadtverkehr selten ein Problem dar. Schwerwiegender sei vielmehr, dass die von den Herstellern angegebenen Reichweiten in der Praxis nicht erreicht würden und im Winter aufgrund des erhöhten Energiebedarfs daher teilweise auf Komfort, wie z.B. die Bordheizung, verzichtet werden müsse.

Derzeit plant das eFahrung-Projektmanagement wieder einen Workshop für Flottenbetreiber, um weitere Testflotten, die zum Geschäftsmodell von eFahrung passen, in das Projekt einzubinden. „Wir sind mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg, die Akzeptanzkriterien für solch ein Geschäftsmodell zu erforschen“, konstatierte Christian Gürtler in seiner abschließenden Zusammenfassung.

gruppenbild-konsortialmeeting
Das eFahrung-Team (v.l. Stefanie Wonke, Mareike Isermeyer, Dr. Norbert Reithinger, Christian Gürtler, Michael Rohn, Andrey Bukhman, Lea Rothmann, Prof. Martin Gaedke, Fernando Lyardet, Adam Lundqvist)

Ansprechpartnerin

Mareike Isermeyer, Projektkoordinatorin
Tel. +49 (0)30 5900 1367, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!